Pressestimmen

"( . . . . ) äußerst konzentriert und aufmerksam lebte sie mit den Sängern mit, brauchte kaum mal einen Blick in die Noten und so waren Klavier und Gesang nie auch nur minimal auseinander. Sie ließ den Partnern Raum, brachte aber ihren Part auch selbstbewusst mit ein: Jenseits technischer Probleme lieferte sie etwa bei den Hugo-Wolf-Liedern die wichtige motivische Basis, bereitete Höhepunkte vor und setzte energische Schlüsse, etwa bei dem dritten Harfner-Lied von Franz Schubert. Nie spielte Friederike Sieber zu laut, aber man hatte auch nie das Gefühl, dass sie eine Nebenrolle spielen würde. Sie gestaltete ebenso selbstverständlich die Begleitung, wie sie manchmal den Gegenpart spielte, etwa beim ersten „Mignon-Lied“, ergänzte den instrumentalen Kommentar zu den Texten, vor allem bei Hugo Wolf und Schumann, und übernahm bei Schubert die so wichtigen rhythmischen Elemente.“ 


"Eine wichtige Funktion hatte Friederike Sieber am Flügel. Die junge Pianistin (...) begleitete sensibel und äußerst präsent. Man erlebte schon verschiedentlich ihre großartigen Fähigkeiten als Begleiterin, was mit einschließt, dass sie an entsprechenden Stellen auch solistische Glanzlichter setzte. Ihr Zusammenwirken mit der Oboistin Lina Luise Bauer sorgte mit lyrischen Intermezzi desselben Komponisten für ergreifende Momente."


"Und nicht zuletzt beschloss der Bariton Marcel Brunner mit Friederike Sieber am Klavier den exzellent wiedergegebenen Reigen exquisiter Werke mit einer Auswahl von Liedern aus dem Liederkreis op. 24 von Robert Schumann. Ihm und der Pianistin war schon eine stark ausgeprägte Reife des Vortrags anzumerken, ein wohlgerundet ausgebildetes Stimmorgan und eine sensible Ausformulierung der Klavierbegleitung, insgesamt mit Einfühlungsvermögen auf höherer Ebene." 


"Ihre Hände schienen förmlich über die Klaviatur zu tanzen. Die fein abgestufte Dynamik, die geschmeidig aneinander gereihten Phrasierungen in Gesang und Instrument machten diese Interpretationen zu einem Genuss." 


"Eröffnet wird der musische Abend von der jungen Pianistin Friederike Sieber mit Beethovens Klaviersonate Nr. 27. «Mit Lebhaftigkeit und durchaus mit Empfinden und Ausdruck», wollte Beethoven den ersten Satz interpretiert wissen. Sieber vollbringt es überzeugend, dem nicht einfachen Anspruch Beethovens gerecht zu werden. Es gelingt ihr, dem eher provokanten Satz Empfindung und sensiblen Ausdruck zu verleihen.
Kantable Themen bestimmen den zweiten Satz. In die Musik versunken, die Augen geschlossen, entlockt die Pianistin ihrem Flügel spielerisch leichte Töne.
Ihre geballte Virtuosität stellt sie dann in den Dienst der Ballade Nr. 1 g-moll des polnischen Komponisten Frédéric Chopin. Ihre Finger fliegen nur so über die Tasten." 


"Mucksmäuschenstill wurde es im Saal beim Auftritt der ehemaligen Musikschülerinnen Natasha Schnurr (Sopran) und Friederike Sieber (Klavier). Beide hatten Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy (unter anderem die "Suleika" oder das "Schilflied") und Richard Strauss ("Die Nacht" und "Efeu") einstudiert – und intonierten diese mit so viel Hingabe, dass der sich anschließende donnernde Applaus die einzig logische Folge sein konnte. "